Der hörbare Beweis, dass man auch aus einem zähen Brocken Fleisch ein köstliches Filet zubereiten kann. Das 3. Album der bislang rotzigen Noisepunker überrascht. Da ist eine Band von ihren kratzigen Loftshow-Wurzeln zu einem herrlichen Brummer des Broken Pop mutiert. Und das passt bestens so. Denn die Gitarren lärmen immer noch ordentlich und die Drums sind wild und auch der Bass sorgt für ein eigenes Element in diesem vielschichtigen Sound. Aus Feedbackorgien und drüsenartigem Krächzen ist ein ambitionierter Sound entstanden, ein fuzziger Indierockteppich. Auch der Gesang hat sich gewandelt vom onomatopoetischen Bellen zur an die 60er angelehnten, positiver gestimmten Melodiebetonung mit ungeahnten Harmonien und Bezügen zu den Zombies oder CSNY. Und das Album platzt beinahe unter dem versengten Summen der Kawasaki Dual Cool Keys, einem Spielzeugkeyboard, das seit den frühen 00ern nicht mehr gemacht wird, und das die Band aber wegen seiner bizarren Soundbank und der einzigartigen Möglichkeiten, es in der Mitte für Duette zu falten, abgöttisch liebt. Mit Gästen von Parts & Labor, Ex Models u.a. *Jagjaguwar