Mit der dark Ambient-Electronica ihres mittlerweile 5 Jahre alten Debutalbums erspielte sich die Schweizerin den Ruf der Alpen-Antwort auf Karin Dreijer Andersson und The Knife. Ein großer Vergleich, den die halb-tibetische Aisha Devi Enz aus Genf mit ihrem 2. Album nachdrücklich unterstreicht mit Minimalismus im Gewand eines düsteren, seltsamen Electro-Pops, der sich abhebt und ansaugt. Im Fokus steht der mal dämonische, mal zerbrechliche Gesang der Halb-Tibetanerin, der gerne auch mal durch Horroreffektschleifen geschleust wird und sich in den düsteren Szenarien ausgesprochen wohl fühlt. Diese Ästhetik fasziniert massiv, aus wackelnd-wabernden Synthesizerflächen und -Chords, vibrierenden Industrial-artigen Klängen und Geräuschen, minimalen Beats, aber auch akustischen Klängen entsteht eine fantasievolle, kalt-mysteriöse Welt, der Aisha mit ihrem unkonventionellen, immer auch an Pop andockenden Gesang den Stempel aufdrückt. Und klingt dabei niemals ungezwungen und die Arrangements absolut auf den Punkt. Klasse! *Border Community