Beeindruckendes musikalisches Statement der vielleicht wichtigsten Figur des sogenannten Slumberland-Sounds, die hier tatsächlich in den interstellaren Raum driftet. Dazu braucht die Garagen-Rock-gestählte Musikerin (ehemals Vivian Girls, Dum Dum Girls, Crystal Stilts) kaum Verzerrer, wenn sie auch keinesfalls auf den Reverb-beladenen Gitarren-Twang verzichtet. Das 2. Album der Songwriterin und Sängerin aus Brooklyn wendet sich ab von den Girl-Group-Mantras (eingefasst von Phil-Spector-artigen Hallwänden) der Vergangenheit und betritt eine Welt im Jenseits mit oft riesigen Räumen, in denen Sterne funkeln und mehr Pomp und Glam Einzug halten. Das drückt sich nicht nur bei der Art der neu hinzugekommenen Halleffekte aus, sondern auch im originellen, windschnittigen Dreampop-Gesamtgestus mit mehr Grandezza, der seine Referenzen auch bei Bands wie The XX, New Order oder Other Lives hat und in einer prima ausgewogenen Mischung aus langsamen wie schnellen Songs die Retrofalle umschifft. Ein großer Schritt in die Zukunft. *Memphis Industries/Slumberland