FRANK TURNER – positive songs for negative people (CD)

Wer ahnt, das der große Frank Turner in Bahrain geboren wurde, am Eton College studiert hat, einen Abschluß in europäischer Geschichte hat, ein Spassprojekt namens Möngöl Hörde sein eigen nennt und seit 2007 bereits das 6. Soloalbum nach seinem Ausstieg bei Million Dead anno 2005 vorgelegt hat? Weiterhin ist es der ungekünstelte Gestus seines Songwritings der seine Hörer zu begeistern weiß, er nimmt-so könnte man getrost behaupten- die besten Bestandteile von brit. Folk und melodischem Punk- und bringt sie auf kongeniale Art und Weise zusammen. Sein Storytelling ist immer relevant; es streift nicht mehr die Jugenderinnerungen wie bei "Tape Deck Heart", sondern es folgt tatsächlich dem lakonisch-genialen Albumtitel: 12 Hymnen des Lebens. Die meisten Songs rocken mehr nach vorne, kraftvoll, famos und authentisch. Doch ist die Produktion in Nashville ausgefeilter geworden, mit wohlvertrauter Unterstützung seiner Band Sleeping Souls agieren die 12 Songs abwechslungsreicher: z.B. bei dem von Klavier eingeleitetem Herzstück "Mittens" dem aufmüpfigen Barmen von "Josephine" und dem persönlichen Ringen bei "Demons". Sein Songwriting hat eine Blüte erreicht, das man als selbstbewußte, nun fast perfekte Kulmination der vorhergehenden 5 Alben verstehen muß. Vielleicht stillt der Meister Frank Turner die Sehnsucht der Menschen nach aufrichtigen Songs in einer Zeit der Künstlichkeit. * Universal



















