FREIWILLIGE SELBSTKONTROLLE (F.S.K.) – ca c´est le blues (LP Vinyl)

Vorbestellbar! Voraussichtlich verfügbar ab 17.07.2026. Deine Bestellung wird erst versendet, sobald der Artikel lagernd ist. Bei gewünschter Teillieferung können ggf. zusätzliche Versandkosten anfallen.
Auf 488 limitiert, inkl. Booklet. Repress eines weiteren ihrer frühen Werke, die alle auf Alfred Hilsbergs legendärem Zickzack-Label erschienen sind und längst zu Raritäten geworden sind. „Ça c’est le Blues“ erschien ursprünglich 1984 und stellt nichts Geringeres als einen Meilenstein in der ohnehin schon beeindruckenden Diskografie von F.S.K. dar. Während zahlreiche Bands aus der westdeutschen Underground-Szene der frühen 1980er Jahre nach dem „Sommer des Pop“ von 1982 und dem damit verbundenen Durchbruch der „Neuen Deutschen Welle“ entweder in Richtung Mainstream abdrifteten oder begannen, auf Englisch zu singen, schlugen Justin Hoffmann, Thomas Meinecke, Michaela Melián und Wilfried Petzi einen anderen Weg ein. Die Songs wurden ausgefeilter, die Produktion – beeinflusst von Bands wie Gang of Four und Dexys Midnight Runners – opulenter, und die Instrumentierung umfasste nun erstmals Blasinstrumente, die seitdem ein fester Bestandteil des F.S.K.-Sounds sind. Gleichzeitig richtete sich der musikhistorisch motivierte Fokus der Münchner Band stärker auf die USA, als es für die Bands der westdeutschen Szene jener Zeit typisch war. In ihre charakteristische Mischung aus Post-Punk und experimenteller Musik, die bereits auf „Stürmer“ deutlich wurde, integrierten sie nun Funk (im Opener „Faire Le Chicken“) und Jazz (in der herzzerreißenden Coverversion von „My Funny Valentine“). Von da an war dieses „transatlantische Feedback“ ein wesentlicher Bestandteil der musikalischen Praxis von F.S.K. Die diskursiven Wendungen, die Einbindung von Referenzen und das Beharren auf deutschen Texten sollten Bands in den kommenden Jahrzehnten beeinflussen, nicht nur jene der „Hamburger Schule“. Gleichzeitig enthält das Album legendäre Hits von Freiwillige Selbstkontrolle – wie „Move Ahead“ und „Fragen der Philosophie (Völkerball)“ –, die bis heute bei jedem Konzert gespielt werden. Mit der Neuauflage von „Ça c’est le Blues“ ist eines der beeindruckendsten Alben der deutschen Avant-Pop-Geschichte des 20. Jahrhunderts endlich wieder erhältlich. Die Neuauflage enthält ein umfangreiches Booklet mit einem ausführlichen Interview aller Bandmitglieder zum Album sowie zahlreiche bisher unveröffentlichte Fotos. *A-Musik


