LITTLE MOON – dear divine (CD, LP Vinyl)

LITTLE MOON – dear divine (CD, LP Vinyl)

Mondweißes Vinyl. Ihr ganzes Leben lang hat Emma Hardyman mit Widersprüchen gerungen. Schließlich wurde sie praktisch in dem Moment zu einem lebenden, atmenden Widerspruch, als sie in ihre halb-peruanische, halb-weiße Mormonen-Arbeiterfamilie geboren wurde. Im jungen Erwachsenenalter wurde Hardyman zunehmend desillusioniert von dem selbstgerechten Schwarz-Weiß-Denken der Mormonen und ihrem ausgrenzenden Elitedenken und beschloss, die Kirche zu verlassen. Aber sie räumte auch ein, dass die Alles-oder-Nichts-Philosophie der Institution ein Teil von ihr geworden war, was zu einer beträchtlichen Prüfung der Gnade und des Verlernens führte. Als Sängerin und Songschreiberin hinter Little Moon, dem mit dem Tiny Desk Contest ausgezeichneten Avant-Folk-Projekt aus Utah, nutzt Hardyman die Musik als Ventil, um Widersprüche aller Art zu beleuchten. Nach der Veröffentlichung ihres Debütalbums Unphased im Jahr 2020 wollte Hardyman ein romantisches Album über ihren frisch angetrauten Ehemann Nathan (der auch singt und Gitarre in Little Moon spielt) schreiben, aber das Universum hatte andere Pläne. Nachdem Nathans Mutter auf tragische Weise verstorben war, änderte Hardyman ihre Vision und begann mit der Arbeit an einem Liebe-als-Kummer, Trauer-als-Liebe-Album mit dem Titel Dear Divine. Das Album dient als Spiegel für die dunkelsten Teile von uns selbst und erlaubt uns, unser Ego zu untersuchen - nicht um es zu demontieren, sondern um besser zu verstehen, wie wir lieben, Widrigkeiten verarbeiten und uns durch die Welt bewegen. Dear Divine ist ein reichhaltiger Wandteppich aus Hardymans Leben, in dessen Mittelpunkt klassische Musik, Folk, Videospiel-Soundtracks und Hymnen des Tabernakelchors stehen, mit denen sie aufgewachsen ist, sowie flüchtige Schnappschüsse von persönlicher Bedeutung. Wenn belebende Melodien von einem Streichtrio erklingen, kann man sich die klassische Musik vorstellen, die rund um die Uhr aus dem Radio ihrer Eltern dröhnte, wenn Hardyman in einem jenseitigen Gurren singt, kann man sich vorstellen, wie ihr jüngeres Ich bei den ruhigen Platten von Vashti Bunyan und Joan Baez in Ohnmacht fiel, und wenn arpeggierte Synthies glitzern, kann man sich das bezaubernde Königreich Hyrule aus The Legend of Zelda: Ocarina of Time vorstellen, das sie immer noch verehrt. Songs wie "now" und "messy love" umarmen den herrlich durcheinander geworfenen Eintopf des Lebens, wobei ersterer Hardymans mühsame Suche nach Liebe und Vertrauen beschreibt und letzterer geduldig die Art und Weise beschreibt, wie romantische Partner die Unzulänglichkeiten des anderen widerspiegeln können. Wie Dear Divine beweist, hat Emma Hardyman vielleicht nicht alles im Griff, aber darum geht es ja auch. Durch Trauer, Glaubenskrisen und allumfassende Liebe hindurch hat sie die meiste Weisheit in den wahnsinnig beständigen Ungereimtheiten des Lebens gefunden, ebenso wie die subtilen Wege, auf denen man ein Gefühl von Heimat kultivieren kann. Dear Divine nimmt keinen Rotstift mit ins Leben, sondern ein offenes Herz, einen offenen Geist und schmerzhaft schöne, opulent schräge Folksongs. *Joyful Noise

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US 24
LITTLE MOON, dear divine (LPcol)

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