JAY RICHFORD & GARY STEVAN – feelings (LP Vinyl)

Mehr als einmal wurde "Feelings" von Jay Richford und Gary Stevan als die beste Library-Platte bezeichnet, die jemals veröffentlicht wurde. Natürlich darf Be With nicht den Anschein erwecken, als würde es Favoriten bevorzugen, aber wir müssen zugeben: Die Platte ist wirklich ziemlich gut. Wahnsinnig selten und äußerst begehrt – ein Meisterwerk des Hard Funk und Street Jazz, das seit vielen Jahren von Sammlern aller Musikgenres heiß begehrt ist. Seit ihrer Erstveröffentlichung beim italienischen Label Carosello im Jahr 1974 ist "Feelings" bei mehreren Labels mit unterschiedlichen Covern und sogar unter einem anderen Künstlernamen erschienen. Tatsächlich brachte das Kult-Library-Label Conroy sie 1976 in einem seiner legendären roten Cover heraus, und ja, „Feelings“ hat seit diesen „Original“-Veröffentlichungen tatsächlich mehr als eine moderne Neuauflage erfahren. Doch eine so besondere Platte verdient es, weiterhin aufgelegt zu werden, und wir finden, sie verdient die Be-With-Behandlung. Nein, Jay Richford und Gary Stevan gehören nicht gerade zu den Namen, die am italienischsten klingen. Der Geschichte zufolge handelte es sich dabei um die Pseudonyme von Stefano Torossi und Giancarlo Gazzani, die das Album geschrieben hatten, aber aus rechtlichen Gründen bei der Originalveröffentlichung nicht ihre echten Namen verwenden durften. Doch Stefano Torossi selbst hat diese Geschichte später sowohl klargestellt als auch weiter verkompliziert, indem er erklärte, dass „Feelings“ das Werk von vier Personen war, nicht nur von Gazzani und ihm selbst. Die Komponisten und Musiker Sandro Brugnolini und Puccio Roelens arbeiteten ebenfalls an dem Album mit, und wie Torossi selbst erklärte: „Wir haben alle zusammengearbeitet“, wobei sich die vier Herren „die Tantiemen zu gleichen Teilen aufteilten … das ist die Geschichte.“ Gut, nachdem das nun geklärt ist, kommen wir zurück zur Musik. Und was für eine Musik das ist! "Feelings" ist der Inbegriff jenes cineastischen, orchestralen, jazzigen Funk, der den „typischen Library-Musik-Sound der 70er Jahre“ ausmacht. Ansteckend funky, herrlich melodisch und mit einer makellosen, eleganten Produktion ist diese Platte ein Paradebeispiel für eine atemberaubende Sammlung von Kompositionen und Arrangements sowie für Darbietungen, die nichts weniger als virtuos sind. *Be With rec.



