NEVER – the gray (LP Vinyl)

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Nach der rohen, instinktiven Veröffentlichung von "JXDY“, das ursprünglich gar nicht als Langspielplatte geplant war, kehrt Never mit seinem zweiten Album zurück – einem durchdachteren und umfangreicheren Werk. Die bei Veyl erschienene Platte bleibt ihren Wurzeln im Post-Punk und Darkwave treu, öffnet sich jedoch sowohl klanglich als auch emotional einem breiteren Spektrum. Zum ersten Mal bezieht NEVER Stimmen von außen stärker in den Mittelpunkt ein. Was mit Experimenten außerhalb seiner eigenen Musik begann, wie dem Remix für „City Lights“ von Years of Denial, wird nun zu einem zentralen Bestandteil des Schaffensprozesses, wodurch sich das Album weniger isoliert anfühlt, sondern eher wie ein gemeinsamer Raum, der durch unterschiedliche Einflüsse geprägt ist. Die Kollaborationen markieren Schlüsselmomente auf dem Album. "Is this real", die Zusammenarbeit mit dem Duo Meldamor aus Arizona, tendiert zu einem direkteren, tanzflächenorientierten Ansatz, wobei Mels Gesang eine zurückhaltende, atmosphärische Präsenz einbringt, die den Ton des Tracks prägt, ohne ihn zu überlagern. "RXVOK", zusammen mit Filmmaker, wird düsterer und rauer und zieht mit Black-Metal-angehauchten Gesangstexturen industrielles Gewicht heran. Auf „Shxdows bite“ bringt Castelli eine kühlere, an die 80er Jahre angelehnte Stimmung ein, wobei er die Melodien beibehält, sie aber zurückhält. "Amphibiens" mit Contre Soirée geht in die entgegengesetzte Richtung, ist rauer und aggressiver, wobei französische Vocals sich durch einen dichten und bedrückenden Hintergrund schneiden. Um diese Tracks herum bewegt sich das Album eher als Ganzes denn als Aneinanderreihung einzelner Momente. Die Themen kreisen um Liebe, Verlust, Erinnerung und ein Gefühl des Zusammenbruchs, ohne jemals vollständig aufgelöst zu werden. Es verweilt in diesem Zwischenraum, in dem sich die Dinge nicht ganz festlegen. *Veyl
